Wichtigste Feste in Iran

 

 

Durch die schlechten Bedingungen, die vorherrschten, begann vor etwa 15.000 Jahren die größte Völkerwanderung des arischen Volkes.

 Sie ging vom Süden Sibiriens aus und dauerte ca. 10.000 Jahre bis sie auf dem Hochland des heutigen Irans endete.

Am Anfang waren die Arier Viehzüchter, doch während dieser langen Wanderung erlernten sie auch die Landwirtschaft. So steht es im Avesta, dem heiligen Buch der Zarathustraner und Ferdosi dem Großen.

 Ferdosi war mit Sicherheit der wichtigste Dichter der Perser. Er gilt auch als der Retter der Farsi Sprache und iranischen Nation.

In diesen 10.000 Jahren stößt man immer wieder auf den Namen Djamchid- Schah. Er  wurde als ein gerechter, kluger Herrscher beschrieben, der ebenso ein Wissenschafter gewesen sein soll. Djamchid- Schah wurde als Held verehrt.

Er entdeckte, dass sich die Erde um sich selbst dreht und gleichzeitig auch um die Sonne. Er berechnete die Zeit, die sie dazu braucht und kam auf 365 Tage und einige Stunden. Dabei erkannte er, dass die Erde in dieser Zeit 2 Mal die gleiche Position durchlief. An diesen 2 Tagen waren Tag und Nacht gleichlang. So konnte er das Jahr in 2 Teile teilen und entwickelte den Kalender. Er beobachtete, dass beim ersten Mal die Natur aus seinem Winterschlaf erwacht und sich erneuert und daher setzte er hier den Anfang – den Norooz. Er sagte, dass die Menschen in dieser Zeit das größte Fest feiern sollten. Er sagte, die Natur erneuert sich, also sollten das auch die Menschen tun. Alles Schlechte sollte man hinter sich lassen und mit Hoffnung in die Zukunft gehen, Freundschaften sollten gefestigt werden, an Stelle von Sorgen sollten Freude und Lachen treten.

Nach der antiken iranischen Zeitrechnung hatte jedes Jahr zwölf Monate und die erste sechs Monat hat man mit 31 Tage und die zweite sechs Monat jeder

Monat 30 Tage. Jeder Tag trug den Namen eines Heiligen.

 

Der erste Tag eines jeden Monats hieß Urmazd

Der 2te Tag hieß Bahman

Der  3te  :        :  Ordibehescht

Der  4te  :        :  Schahriwar

Der  5te  :        :  Sepandarmaz

Der  6te  :        :  Khordad

Der  7te  :        :  Amordad

Der  8te  :        :  Di be Azar

Der 9te   :        :  Azar

Der 10te :        :  Aban

Der 11te :        :  Khir(Khoor)

Der 12te :        :  Mah

Der 13te :        : Tir

Der 14te :        : Goosch

Der 15te :        :  Di be Meh

Der 16te :        :   Mehr

Der 17te :        :   Soroosch

Der 18te ;        :  Reschen

Der 19te :        :  Farvardin

Der 20te :        :  Warahram

Der 21te :        :  Ram

Der 22te :        :  Bad

Der 23te :        :  Di be Din

Der 24te :        : Din

Der 25te :        :  Ard

Der 26te :        ; Eschtad

Der 27te :        :  Aseman

Der 28te :        :  Zamyad

Der 29te :        :  Mantreh sepid

Der 30te :        :  Anarom

Die letzten Tage und der 31te Tage  in erstem Abschnitt hatten folgenden hießen: Ahoneh weteka, Oscheteh weteka, Sepentmetgah, Whokhschtrgah, Wahontomyschtegah.

In einen Monat hatte vier Wochen und Wochen Tage hießen

Schid = Rooz = Tag = day

Kiwan-schid ( Kiwan = und Schid =Tag) ( Samstag )

Mehr-      :     ( Mehr = Sonne)                 ( Sonntag )

Mah -       :     (   Mond       )                     ( Montag )

Bahram-   :    ( Stern Name)                     ( Dienstag )

Tir  -          :    (                    )                     ( Mitwoch )

Ormazd-    :   (                    )                    ( Donnerstag )

Nahid-        :   (Stern Name)                     ( Freitag )

Jeder Monat hatte einen Tag, der mit dem Namen des Monats identisch war Man hat am end diesem Tag ein GAN da zu gegeben.

Es gab somit zwölf Tage im Jahr, an denen der Tag und der Monat dem gleichen Heiligen gewidmet waren. Diese Tage wurden von den Iranern besonders gewürdigt und nach einem bestimmten Ritual gefeiert:

Erste sechs Monat des Jahres hatte

1)So wie Farwardin in erste Monat als Farwardingan bezeichnet ( Es wird in diesem Tag die Annen geehrt)

2) Ordibehschtgan( an dem Tag wird der Engel der Wahrheit geehrt und dieser Engel ist bei der Arische Volk auch als Schützer der Feuer)

3) Khoordadgan ( An diesem Tag wird (der Engel ) Schützer des Wasser geehrt) 

4) Tirgan (Ist die Name ein Stern, .Wenn er im Himmel erscheinen wird, ist die Zeichnung von Regen nach dem arische Volker natur Menschen gewesen, deswegen haben sie ihm auch geehrte.)

5) Amordadgan (Der Engel ist Schützer der Ewige Leben und Schützer Vegetationen ist , daher wird er auch geehrt)

6) Schahriwargan (Er wird als Schützer der Metall geehrt)

Zweite sechs Monat des Jahres hatte:

7) Mehregan : Der Begriff "Mehrgan" besteht aus zwei Teilbegriffen „Mehr" und „gan". Der Begriff „Mehr" hat mehrere Bedeutungen. Er ist der Name eines der größten Engel der Zarathustra oder Sereschte behy, der für Versprechen und Vereinbarung stand. Ferner bedeutet „Mehr" Liebe, Zuneigung und Freundlichkeit. „Mehr" ist. aber auch der Name des siebenten Monats des Jahres und des sechzehnten Tags des Monats. Die Bindung „gan" steht für Zugehörigkeit. „Mehrgan" ist also das Fest, das dem Engel „Mehr" zugehörig ist.

8) Abangan ( Als Schützer des Wasser wird geehrt)

9) Azargan (Feuer als  Vernichter der Krankheiten geehrt und ist ein von vier wichtig Sache bei arische Volk , die davon Säuberlichkeit vorkommt, usw  Wasser, Wind, Erde, Feuer

10) Digan ( Entstehung von Mensch durch Ahuramazda, deswegen wird diesem Tag im Name eine von viel können der Ahuramazda geehrt)

11) Bahmangan ( Als Schützer den Tieren wird geehrt)

12) Espangan ( Esfandgan ) ( wird als Monat die Frauen geehrt)

Wie vorher gesagt wurde das Jahr hatte jedoch nicht nur 360 Tage, sondern 365.und im antiken Iran als die Kalender gefunden wurde hatte man die  beliebende fünf überzählige Tage bei der Jahresrechnung unberücksichtigt, Am sechsten Tag wurde das neue Jahr, Nourooz, gefeiert, aber mit der Zeit wurde auch diesen Tage Namen bekommen und wurde je einen Tag zu den sechs Monat der erste teil von Jahr gezählt das heißt am 31te Tage alle Monaten der erste Teil des Jahres .

Im Buch, Avesta" werden zwei Engeln als die wichtigsten benannt: Soroosh und Mehr (Mitra): Mehr taucht auch in der heiligen Schrift der Mitraismus (die älteste Religion bei der arische Völker,  die die Sonne geehrt haben und als Gott dargestellt haben), Zarathustra wurde der als Charakter gleich geblieben aber wurde die nicht mehr als Gott dargestellt, weil der Gott nur Ahuramazda ist, aber hat eine vergleichbare Stellung und Funktion wie bei Mehr und wie bei Zarathustra und die anderen sind als Engel und Helfer für ihm gedacht wurde. Aus diesem Grund wird Mehr teilweise der Ahuramazda vertreten, und wenn wir genau betrachten Mehr und viele andere Götte die in Serescht Behy vorkommt sind mit Mehr – Religion ( Mitrismus) eine Ähnlichkeit .

Lange Zeit sind Forscher davon ausgegangen, dass Mehr und Sonne identisch sind. In „Avesta" unter dem Kapitel „Mehrisht, das sich mit der Würdigung des Mehr befasst, stellt die Sonne einen Kreis dar, auf dem der Engel Mehr sitzend aus dem Osten kommt. Er wacht über Einhaltung der Verträge und bestraft die Vertragsbrecher.

Die besondere Bedeutung des Gotts Mehr führte dazu, dass die Anbetungen im Lauf der Zeit die Form bei der alt arischen Kultur als einer Religion einnahmen. Nach dem Sieg der Iraner über Babylon erreichte diese Religion ( Mehr- Religion oder Mitrismus) der erste Religion der Arische Volk bevor die Zarathustra kommt, die Gebiete des babylonischen Reichs und verbreitete sich von dort aus in Richtung Kleinasien. Von Kleinasien fand sie mittels römischer Soldaten den Weg nach Europa. Die Expansion der neuen Weltanschauung in Europa war so gewaltig, dass zu Beginn des christlichen Zeitalters die „Mehr-Religion" die größte auf dem europäischen Kontinent und zugleich die wichtigste Konkurrentin des Christentums war.

Nach, vielen harten und blutigen Kämpfen haben die Christen geschafft, den Einfluss der Mehr-Religion in Europa zu beseitigen. Dennoch fanden viele Rituale und Traditionen Eingang in den christlichen Glauben. Zum Beispiel: Die Weihnachtsfeierlichkeiten anlässlich der Geburt Christi etwa sind zeitgleich mit „Yalda-Nacht" (die längste Nacht des Jahres) und der Geburt des Gottes Mehr!

Die Überreste der heiligen Stätte der „Mehr"-Religion sind in ganz England und sogar in Island zu bewundern und sind ein Beleg für den enormen Einfluss diesen Glaubens.

Die besondere Bedeutung des Mehrgan- Fest ist zweifellos im Wesentlichen in der hohen Stellung des Gottes „Mehr" begründet. Ein weiterer Grund ist der Zeitpunkt des Mehrgan- Fest, Herbstanfang! Nach der antiken iranischen Zeitrechnung gab es nur zwei Jahreszeiten Großsommer und Großwinter. Da im Mansche Orten und besondere Süd Iran die warme Jahreszeit in der Regel länger andauert als die kalte, hatte der Großsommer sieben und der Großwinter fünf Monate Das große Fest zu Beginn des Sommers war der „Norooz" und das zu Beginn des Winters „Mehrgan".


Herbstbeginn ist auch die Erntezeit. Für ein Volk, das im Wesentlichen von Landwirtschaft und Viehsucht lebt, hat der Herbst daher eine existentielle Bedeutung. Dieser Umstand steigerte zusätzlich die Symbolkraft und die Glanz des Mehrgan.


In historischer und mythologischer Hinsicht wird Mehgan mit Feridoun in Verbindung gebracht, sowie Norooz mit DJamchid Schah und Sade mit Hooschang.

Feridoun widersetzte sich der tausendjährigen Gewaltherrschaft von Zahak und besiegte ihn mit Hilfe eines tapferen Schmieds namens Kave.

Teils wird überliefert, Mehrgan ist der Zeitpunkt, an dem Feridoun den Zahak endgültig bezwang und anschließend den Thron bestieg. Je glanzvoller Mehrgan in der Folgezeit durchgeführt wurde, desto mehr fanden sich Überlieferungen, Märchen.

und Mythen.

Mehrgan hat eine umfangreiche Zeremonie. Der erste König der Sassaniden, Ardeshir Babakan, setzte sich an diesem Tag erstmalig eine Krone auf, auf der die Sonne abgebildet war. Die ihm folgenden Könige haben eine solche Krone ihren Söhnen aufgesetzt und deren Körper mit einem besonderen Öl des Baums„Ban" eingeschmiert. Die ersten Besucher an diesem Tag beim König waren hohe Geistliche und Wissenschaftler

Der Tisch war gedeckt mit Zucker, Reis, Apfel, Granatapfel, Annab,: weiße Trauben und Konar.

Die Iraner glaubten, durch  Verzehr dieser Köstlichkeiten, die Verwendung des Ban-Öls und das Gebraucht  des Rosenwassers (Golab) würden vor Gefahren und Unannehmlichkeiten und Krankheiten schützen, Heutige Tag weist man das es Richtig gewesen, weil alle diese Köstlichkeiten sind voll von Vitaminen und Rosenwasser ist ein erfischende und Verstärker des Herzen..

Die historischen Überlieferungen belegen, dass Mehgan nicht nur in allen iranischen Provinzen gefeiert wurde, sondern auch die benachbarten Völker Staaten, so wie etwa die Völker Babylons oder die Armenier übernommen haben.

Gegen Ende des Sassaniden- Reichs unter dem König Hormoz wurde Mehrgan 30 Tage lang gefeiert.

 

Schabe –e- Yalda

Die Yald Nacht ( die längste Nacht des Jahres)

Die Yalda- Nacht ist ein altiranisches Fest. Die Nacht vor dem ersten Di-Tag, also die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember, ist die Yalda-Nacht, die längste Nacht des Jahres. Sie wird auch "Tschelleh- Nacht oder Schabe -Tschllen" oder "Feuerfest" genannt. In dieser Nacht finden sich Freunde und Verwandte in den Häusern der Ältesten ein
 und verbringen die Nacht fröhlich gemeinsam.

Traditionell werden in dieser Nacht vor allem Zuckermelonen, Melonen und Granatäpfel gegessen. Die Ältesten erzählen Geschichten, und es wird im Diwan des Hafis gelesen. Die Menschen freuen sich, dass das Licht neugeboren wurde und sich gegen die Dunkelheit durchsetzt. Nach "Shabe Yalda" werden die Tage wieder länger. Beider Mitra - Religion erklärt man das Mitra in dieser Nacht von Jungfrau  Mehr (Sonne) geboren wird und wenn man es mit christiesche Glaube vergleichen es ist identisch Sage.  Dieses Fest ist eines der wichtigsten Feste des Zarathustraiden, wird aber dennoch von den mehrheitlich muslimischen Iranern praktiziert.
Im Rahmen des Mitraskultes kam dieses Fest als Fest des Lichtes durch Legionäre auch in das römische Reich. Viele christlichen Historiker sind der Meinung, dass Weihnachten eine Weiterentwicklung dieses Festes sei. Bis zum 4. Jahrhundert wurde im antiken Rom am 21. Tag des zwölften Monates der Mitra s - Fest zu Ehren der Geburt des Lichtes (Mitra) abgehalten. Mit Übernahme des Christentums als Staatsreligion wurde dieses größte Fest im alten Rom von der Kirche in die Feier der Geburt Jesu Christi umgewidmet. Es wurde durch eine Revolution in 14 Jahrhundert in der Kirche den Geburt Jesus auf 24 und 25 Dezember geändert.

Ähnliche Sonnwendfeiern sind auch bei den Kelten und Germanen, die sie salbest auch von  Arische Volk stammen, wurde in Europa übertragen.

Eine Sage von Arischen Volk besagt das:

In der altiranischen Tradition kam der Herrscher zu "Shabe Yalda" vom Thron herab und begab sich in die Wüste. Er schickte Diener und Wächter in den Urlaub und ging in ein Dorf, um dort die Nacht mit einfachen Bauern zu verbringen und ihnen zuzuhören 

In dieser Nacht

finden sich Freunde und Verwandte in den Häusern der Ältesten ein, und verbringen die Nacht fröhlich gemeinsam. Ein weiterer Brauch ist das Entzünden eines großen Feuers, das Licht und Hoffnung repräsentiert.  



Pischvaz-e Norooz (Vorbereitungen für den Norooz)
Die Vorbereitungen für den Norooz beginnen eine Weile vor den Feiertagen. Obwohl es lokale Unterschiede gibt, bestehen einige Gebräuche überall. Schon fünfzehn Tage vorher wird das Fest vorbereitet: Weizen, das vorher in Wasser zum Keimen gebracht wurde, wächst auf einem Teller oder einer flachen Schüssel zu kleinen grünen Schösslingen (Sabse) heran.

 


Der Frühlingsputz ist der wichtigste Teil bei der Vorbereitung. Die Hausfrauen haben alle Hände voll zu tun. Beschädigte oder gebrochene Gegenstände müssen unbedingt entsorgt werden. Schöne Blumentöpfe am Fenster, und noch einige Winterfrüchte werden hier und dorthin gestellt, damit es überall schön ausschaut und nach Blumen und Zitrusfrüchten duftet.
Am Vorabend des letzten Mittwochs des Jahres (tscharshanbe-Suri), beginnen die Feierlichkeiten. Auf freien Grundstücken oder in unbefahrenen Gassen wird dreioder sieben kleine Feuer gemacht, über das Jung und Alt springen.

 Am letzten Freitag des Jahres findet ein Besuch der verstorbenen Verwandten auf dem Friedhof statt.
Am Vorabend des Jahreswechsels laufen die allgemeinen Bäder auf Hochtouren; Alle waschen sich unbedingt den Körper, damit sie den Jahreswechsel sauber erleben. Diese Körperreinigung ist sogar ein Ritual. Unter der Sasaniden-Dynastie, haben sich die Iraner, am Vorabend des Norooz, nach einer bestimmten Ordnung, den Körper waschen müssen. Zusätzlich war es üblich, den Körper, am nächsten Tag, d.h. am ersten Tag des Frühlingsfestes, in fließendem Wasser, wie in Flüssen u. ä., zu waschen und einander mit Wasser anzuspritzen, damit der Körper von Sünden befreit wird und auch die Seelenqualen beseitigt werden. Solchen Bräuchen begegnet man im Iran noch immer in alten Volksgruppen, besonders am Hochland in den Gebirgen.
Noch immer ist es unter Nomaden und Dorfbewohnern üblich, die Festtags-, und Hochzeitswaschungen, nach bestimmten Bräuchen, in einem natürlichen Bach des Dorfes zu vollziehen.
Haji–Firuz (Norooz–Botschafter)
Ein noch am Leben erhaltener Brauch vor dem Norooz, ist der Aufruf des Norooz-Botschafters „Haji-Firuz“. Das ist ein rot verkleideter Mann, mit einem „Kolah-Bughi“ (langen Magierhut) am Kopf, mit schwarz gefärbtem Gesicht, der, von einer Straße zur anderen, mit einem „Dayere“ (Tamburin) in der Hand fröhliche Lieder singt. Er bringt die Menschen zum Lachen und teilt mit jedem die gute Nachricht und besagt : Der Frühling kommt, man soll die Sorgen verjagen, den Kopf hoch halten und fröhlich sein:

 

 

Tscharshanbe Suri (Fröhlicher Mittwoch)
Am Vorabend des letzten Mittwochs des Jahres wird drei oder sieben kleine Feuer** gemacht, über das Jung und Alt springen. Dabei sprechen sie zum Feuer die Worte: „Meine Blässe (=mein Schädliches) möge dir gehören, deine Röte (=dein Gutes) mir.

 

 


Meine Blässe für dich,
deine Röte für mich,
meine Kälte ist dir,
deine Wärme ist mir.


Die heutigen Wohnviertel Teheran bieten sich schlecht für diesen Brauch an. Aber in den Provinzstädten und auf dem Lande ist er noch immer lebendig.
Es gibt unzählige Bräuche für diesen Abend. Es gibt allgemeine Bräuche, die im ganzen Land bekannt sind und allgemein erhalten werden und viele lokale Glaubensbezogene, auch zum Teil Schamanistische Arten, die schon längst Tradition geworden sind.


In Schiraz
Am selben Abend gehen in Schiraz Leute mit einem Korb Salz umher und verkaufen es den Passanten gegen eine Handvoll Münzen.

An diesem Abend wird auch die Zukunft gedeutet.
Hat man sich einen Wunsch ausgedacht, wird ein Schlüssel mit zwei Kerben auf die Erde gelegt; derjenige, der sich etwas gewünscht hat, lehnt das rechte Ohr gegen eine Mauer; und je nachdem, was er hört, erfüllt sich auch sein Wunsch.
Unter die Dachrinne des Hauses wird oft auch ein blauer Krug gestellt, und alle, die sich einen Wunsch ausgedacht haben, werfen irgendetwas in den Krug.

Am nächsten Morgen nimmt ein kleines Mädchen die Gegenstände heraus und deutet sie.
Manche stellen sich, mit einem Schlüsselbund unter dem Fuß, an eine Straßenecke, und wünschen sich etwas. Sagt die erste vorbeigehende Person unaufgefordert ein gutes Wort, geht der Wunsch in Erfüllung.

 Man darf allerdings nicht vergessen, vorher den Schlüssel unter die Dachrinne zu legen.
Andere legen ein paar Münzen in einen Krug, der bei Sonnenuntergang mit den Worten von der Terrasse geworfen wird: „Mögen meine Schmerzen und Sorgen mit diesem Krug verschwinden! “ Man darf sich allerdings dabei nicht umdrehen, sonst könnte ein Unglück geschehen.

 

In Esfahan (Isfahan)
In Esfahan springt man über ein brennendes blaues Tuch und singt dabei ein paar Reime, die das Böse vertreiben sollen.

Auch gibt es zum Teil noch den Brauch, dass sieben Frauen einen Topf mit Wasser füllen, das sie aus sieben Quellen geschöpft haben. Jede von ihnen wirft dann irgendeinen kleinen Gegenstand in den Topf. Über diesen wird ein metallener Teller gestülpt, der ein Erbgegenstand sein muss. Dann steckt man den Topf in den Ofen.
In der Früh des nächsten Tages holen ihn die Frauen heraus. Die älteste setzt sich, stellt ihn zwischen ihre Beine, deckt ihn mit einem Tuch zu, zieht einen Gegenstand heraus, und hält ihn eine Weile in der geschlossenen Hand, einen Vers des „Hafez“ zitierend. Dann öffnet sie die Hand, und gibt den Gegenstand dem Eigentümer. Je nach Aussage des Verses ist die Zukunft gut oder schlecht.

 

 

Sofre-ye Haft-Sin (Norooz-Tisch)

 Am Vorabend des Neujahrstages, brennt in jedem Zimmer des Hauses eine Kerze (Symbol des Lichts). Auf einem festlich gedeckten Tischtuch, der in manchen Familien am Boden liegt, oder auf einem Tisch, werden sieben Gegenstände ausgebreitet, die mit dem Buchstaben „S“ (pers. Sin) beginnen: Sabze (Weizen- oder Linsensprossen), Samanu (eine süße Speise aus Weizenkeimen), Sir (Knoblauch), Serke (Essig), Somagh (saures Gewürz), Sib (Apfel) und Senjed (Mehlbeeren). Außerdem kommen Sekke (Münzen), häufig auch Sonbol (Hyazinthe) sowie Sepand (eine wilde Raute) – für den Weihrauch – hinzu. Zusätzlich werden ein Spiegel (Symbol für Glück), ein oder einige Goldfische, die in einem durchsichtigen Wasserkrug schwimmen, ein Stück Brot, bemalte harte Eier sowie Diwan-e Hafez (Gedichtband von Hafez), bei Zarathustraiden eher das Awesta und bei Moslemen der Koran, gedeckt.

 

In den ersten 7 Tagen des ersten Monats im Jahr hat das Arische Volk besondere Zeremonien.

Es wurde auf einem ausgebreiteten, weißen Tuch 7 Dingen auf Farsi „Tschin“ – aufgestellt, nämlich:

1.      Feuer in Form von Kerzen (Atasch)          stand für Helligkeit, Reinheit

2.      Wein (Schah-Ab – Scharab)                       stand für Entwicklung

3.      Spiegel (Ajne)                                              stand für Einfachheit

4.      Keimling (Sabseh) aus Getreide                stand für Wachstum

5.      Fisch (Mahi oder Samak)                stand für Leben, Bewegung

6.      Honig (Schahd)                                            stand für Arbeit, süßes Leben

7.      Ei (Tochm)                                       stand für Nachkommen, Kinder

 

Sie feierten die ersten 6 Tage und am 7 Tag wurde das Tuch entfernt. Man ging hinaus in die Natur und die Keimlinge wurden auf den Wiesen verteilt in der Hoffnung auf bessere Zeiten und besserer Ernte.

Die Arier waren Naturmenschen daher sind alle ihre Feste fest mit der Natur verbunden.

Durch die jahrelange Besetzung Irans durch die Araber wurden diese Symbole sehr verändert. Da die Araber den Buchstaben „Tsche“ nicht kannten, wurde aus den 7 „Tsche“ zuerst 7 „Sche“ um bald darauf zu den 7 „Sin“ sprich „S“ verändert zu werden. Somit heißen die 7 Symbole bis zum heutigen Tag:

 

1.      Sekeh    bedeutet Münze                              steht für Reichtum

2.      Sabseh   Keimlinge aus Linsen/Weizen                steht für Wachstum

3.      Serke      bedeutet Essig                                             steht für Umwandlung

4.      Somag    ist ein Gewürz                                           steht für Abwechslung im Leben

5.      Samanu  wird aus Weizenkeimlinge hergestellt steht für das Süsse

6.      Sir           bedeutet Knoblauch                             steht für langes Leben

7.      Sonbol     übersetzt Hyazinte                                    steht für Natur und Liebe

 

Die Jahreswende wird, besonders von Kindern, mit Spannung und Aufregung erwartet. Gleich nach der Ankündigung des Neuen Jahres, des „Aghaz-e Sal“, beginnen alle Mitglieder der Familie, die sich zuvor gebadet und in frischen Kleidern um den Tisch versammelt haben, einander zu umarmen und ihre Glückwünsche auszutauschen. Die Älteren beschenken die Jüngeren. Alle Erwachsenen in der Familie versuchen auf jeden Fall den Kindern etwas zu schenken. Diese bekommen häufig Geld in Form von frisch gedruckten Geldscheinen oder heutzutage auch Spielzeuge. Wenn einer sich nichts Großes leisten kann, schenkt er den kleinen Kindern gefärbte Eier und jedem anderen Jüngeren Geldscheine mit nicht allzu großem Wert, aber auf jeden Fall frisch gedruckt. Neue Geldscheine für Nowruz zu drucken, gehört zu den Aufgaben der Nationalbank.
Besuche der Verwandten und Freunde und darauf folgende Gegenbesuche in den ersten zwölf Tagen des neuen Jahres, ist ein anderer schöner Norooz– Bräuche. Dabei werden die Ältesten in der Familie und im Bekanntenkreis zuerst besucht.

 Der Norooz– Besuch ruft alle zur Versöhnung auf und bietet Gelegenheit zum Verzeihen an. Alle versuchen, die eventuell schlechte Vergangenheit ruhen zu lassen und einander wieder näher zu kommen.


Festmahle
Alle Familienmitglieder versammeln sich im Eltern- oder Großelternhaus zum Festabendessen. Frischer Weißfisch oder geräucherter Fisch mit Dillreis (Sabsi-Polo ba Mahi) wird serviert. An dem Abend werden auch an die neuen Familienmitglieder (Braut oder Bräutigam) Norooz- Geschenke (Eidie), verteilt. Entweder eine Goldmünze oder etwas nach ihrem Wunsch oder Bedarf.

Neujahr Fest Norooz

Das schönste und größte iranische Fest ist das Frühlings- und Neujahrsfest “Norooz“ („der neue Tag“), dessen Wurzeln mindestens vor tausende Jahren vor die Zeit der Achämeniden zurückreichen. Dieses älteste und wichtigste, iranische Fest beginnt mit dem astronomischen Frühlingsanfang, der zugleich der Beginn des iranischen Kalenderjahres ist und nach Arische Zeitrechnung etwa auf den 20./21. März jedes Jahres fällt.

 Der eigentliche Höhepunkt des Festes ist der Zeitpunkt der Tag/Nacht-Gleiche („Aghaz-e Sal“).

Norooz ist das am weitesten verbreitete, und farben­prächtigste der iranischen Feste, dass als Frühlingsfest auch in vielen Ländern der Region, wie Âzarbâican, Afghanistan, Tadschikistan, Pakistan, Irak, in den kurdischen Gebieten, in Üzbekistan, Kazakistan, Kirkizistan, Indien und in der Türkei, und sogar unter den iranisch-stämmigen Juden in Isreal, gefeiert wird. Es ist eben das einzige Fest, das von allen Volksgruppen gefeiert wird und vielleicht deshalb, weil es einer vorislamischen Tradition entstammt, und die Leute versuchen damit von Herzen gegen die islamische Tradition aufstellen.

Über den Ursprung des Norooz gibt es unterschiedliche Meinungen: Altiranische Legenden erzählen davon, dass Gott den Menschen am ersten Tag des Frühlings erschuf.

 Am häufigsten wird aber seine Entstehung mit Djamchid Schah, dem mythischen iranischen König, in Verbindung gebracht, wobei das Fest an die Himmelfahrt von Djamchid erinnern soll, für die er einen fliegenden „Wagen“ von den Dämonen hatte bauen lassen; Dämonen, die er zuvor bezwang und in den Dienst der Sterblichen stellte.

Allerdings scheint Norooz ursprünglich eher aus der Hirten- oder bäuerlichen Kultur, die den Übergang vom Winter zum Sommer verehrt hatten, entstanden zu sein: Fruchtbarkeits- und Erneuerungsriten können ohne Zweifel in manchen Bräuchen erkannt werden.
Zwölf Tage dauert das Fest. Am dreizehnten Tage des neuen Jahres, der als Unglückstag gilt, ziehen die Menschen in die freie Natur, und organisieren einen ausgiebigen Ausflug.
In der Sasaniden- Zeit (226-652 n. Chr.) wurde zwischen einem Klein-Norooz (am ersten Tag) und einem Großen Norooz (am sechsten Tag des Neujahrs) unterschieden. Erst später hat sich die Feier auf die heutige Länge von 13 Tagen ausgeweitet.
Im antiken Iran war der Kalender noch ohne regelmäßige Schaltjahre, sodass sich das Norooz- Fest im Laufe der Jahre immer mehr vom eigentlichen Frühlingsbeginn entfernte. Man fügte dann etwa alle 120 Jahre einen dreizehnten Monat hinzu, um den entstandenen Zeitversatz wieder auszugleichen.


Im Jahr 467 nach iranischer Zeitrechnung (1006 n. Chr.), bzw. um dieses Jahr herum, wurde eine Kalenderreform, woran der berühmte iranische Dichter und Wissenschaftler „Omar Khayyam“ maßgeblich beteiligt war, durchgeführt. Mit dieser Reform wurde der Norooz auf den ersten Frühlingstag gelegt und Schaltjahre (etwa alle vier Jahre) eingefügt, um den Norooz an den Frühlingsbeginn zu koppeln.


Seitdem ist der genaue Zeitpunkt des Jahreswechsels im Iran (der astronomische Frühlingsbeginn oder „Aghaz-e Sal“) entweder am Nachmittag des letzten Tages des alten Jahres oder am Vormittag des ersten Tages des neuen Jahres (beide Teheraner Zeit)

 

Der 13. Tag (Sizdah be dar)
Zwölf Tage lang dauert das Fest. Mit dem dreizehnten Tag (Sizdah-be-dar) endet das Fest. Familien und Freunde treffen sich am „Sizdah be dar“, manchmal in großen Gruppen, und verlassen die Stadt gemeinsam und gehen zum Picknicken aufs Land. Man nimmt die Sabze (Weizenkeimlinge) mit, die vor Nowruz gesetzt wurde und schon zu einem grünen „Teppich“ herangewachsen ist, mit und wirft sie in der freien Natur weg, möglichst in einen Fluss.


So glauben sie nicht nur, den Frühling willkommen zu heißen, sondern damit auch das Böse, das der dreizehnte Tag mit sich bringen könnte, dort zu belassen, wo es kein Unheil anrichten kann und damit alles Übel vertreiben zu können.


Auf den Wiesen und in den Wäldern sieht und hört man den ganzen Tag lang, die Menschen fröhlich tanzen und musizieren. Junge Mädchen, die im heiratsfähigen Alter sind, singen, während sie Knoten in die Grashalme flechten, einem alten Brauch entsprechend, immer denselben Vers:



„Der dreizehnte draußen zu unserem Glück,
Und in einem Jahr
Für mich einen Mann
Und in meinen Armen ein Kind!“