Vereinigung der Iranischen(Konstitutionalisten) Monarchisten
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(Mantareh sepid)( Fr.)29 Ordibehscht 2565 ,19Mai 2006
Teheran - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadi-Nedschad hat die jüngste EU-Offerte zur Beilegung des Atomkonflikts scharf zurückgewiesen. Die iranische Nation werde keinen Vorschlag akzeptieren, der einen Stopp der Urananreicherung vorsieht, sagte Ahmadi-Nedschad in der zentraliranischen Stadt Arak vor einer großen Menschenmenge, wie der Nachrichtensender Chabar berichtete. Zugleich drohte er: "Jede Macht, die sich gegen den Willen dieser Nation (Iran) stellt, muß mit Niederlage, Demütigung und Eliminierung rechnen."
"Sie (die Europäer) glauben wohl, sie haben es mit einem vierjährigen Kind zu tun, das sie mit Walnüssen oder einem Stück Schokolade täuschen können, um ihm dafür Gold wegzunehmen", sagte der Präsident weiter.
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Die EU hatte dem Iran eine weitreichende Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie unter der Voraussetzung angeboten, daß Teheran auf eine eigene Urananreicherung verzichtet. Der Westen befürchtet, der Iran könnte unter der Vortäuschung eines zivilen Nutzungsprogramms angereichertes Uran zum Bau von Atombomben verwenden.
"Wir werden keinen Stopp akzeptieren, und die Europäer sollten ihre Anreize für sich behalten", sagte Ahmadi-Nedschad. Die Europäer sollten nicht "ihre Interessen gefährden für die unrechtmäßigen Ziele anderer Länder". Richtlinie müßten die Bestimmungen des Atomwaffensperrvertrages sein. "Wir wollen lediglich unsere Rechte gemäß dem Atomwaffensperrvertrag umsetzen, nicht mehr und nicht weniger." Auch Resolutionen des Weltsicherheitsrates hinderten den Iran nicht daran, wissenschaftliche Fortschritte zu machen.
Sein Land habe es zwei Jahre lang hingenommen, die Urananreicherung auszusetzen, dies sei "eine bittere Erfahrung" gewesen. "Ein zweites Mal werden die Iraner nicht in die Falle tappen." Zugleich wiederholte er seine Drohung eines Rückzugs vom Atomwaffensperrvertrag. In Arak baut der Iran einen Schwerwasserreaktor, in dem Plutonium für die Herstellung einer Atombombe gewonnen werden könnte. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat Teheran - mit Rückendeckung des UN-Sicherheitsrates - aufgefordert, den Bau des Reaktors einzustellen.
Rußland sprach sich für einen Dialog mit der iranischen Führung aus. Der Schwerpunkt müsse darauf liegen, "Lösungen zu finden, die den Iran zum Dialog bewegen würden", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow in Moskau auf die Frage, ob Rußland sich an Strafmaßnahmen gegen den Iran beteiligen würde. "Der Versuch, ein negatives Szenario auszuarbeiten, wird nicht zum Erfolg führen."
Der Sprecher des iranischen
Außenministeriums, Hamid Resa Assefi, hatte das EU-Paket schon am Vortag
zurückgewiesen. Die EU würde den Iran unter anderem beim Kauf eines
Leichtwasserreaktors unterstützen, wenn er die Urananreicherung aufgibt. Teheran
soll das Uran statt dessen in Rußland anreichern dürfen. Ähnliche Vorschläge
hatte die islamische Republik auch in der Vergangenheit zurückgewiesen.
Ein französischer Diplomat betonte, der Iran werde mit Sicherheit keinen
kompletten Leichtwasserreaktor erhalten. Es gehe hier eher um ein Ausloten von
Interessen und Möglichkeiten für eine Einigung. Die USA äußerten sich höchst
skeptisch über die Idee.
Der französische Außenminister Philippe Douste-Blazy rief die internationale Gemeinschaft während eines Besuchs in Israel zu einer geschlossenen Haltung gegenüber dem Iran auf. Das iranische Atomprogramm habe eine ernste Krise ausgelöst. "Wir arbeiten gegenwärtig mit zwei Schlüsselwörtern: Einigkeit und Entschlossenheit", sagte er. DW