Vereinigung der Iranischen(Konstitutionalisten) Monarchisten

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(Mehr))( Mi.)16.Khordad 2565 ,6 Juni 2006

 

 

Irans Präsident will an die WM - Merkel rechnet nicht damit

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedjad hält weiter an seinen Plänen fest, WM-Spiele vor Ort zu verfolgen. Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet aber nicht damit, dass Ahmadinedjad nach Deutschland kommen wird.
 


Ahmadinedjad erhält ein Trikot mit seinem Namen bei einem Empfang mit Spielern und Funktionären in Teheran.


Der iranische Präsident erklärte bei einem Empfang für Spieler und Betreuer in Teheran, dass er die Fußball-WM besuchen werde, falls seine Nationalelf die Gruppenphase übersteht. Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet nicht mit einem Deutschland-Besuch Ahmadinedjads zur Fußball-Weltmeisterschaft. Merkel sagte in einem Interview der «Bild am Sonntag», sie gehe davon aus, dass Ahmadinedjad nicht komme. Über mögliche Gründe wollte sich die Kanzlerin nicht äußern: «Das ist nicht mein Thema», wurde sie zitiert. Wichtig sei jetzt vielmehr, dass jede Fußballmannschaft freundlich begrüßt werde - auch die iranische, betonte Merkel demnach.

Die iranische Nationalmannschaft soll am Sonntag ihr Quartier in Friedrichshafen am Bodensee beziehen. Ihr erstes Spiel bestreiten die Iraner am 11. Juni in Nürnberg gegen Mexiko.

Der iranische Präsident ist wegen seiner Israelfeindlichen Äußerungen umstritten. Mehrere deutsche Politiker hatten erklärt, Ahmadinedjad sei zur Weltmeisterschaft nicht willkommen. Mehrere Europaparlamentarier hatten zuletzt sogar ein EU-weites Einreiseverbot für den Präsidenten gefordert. Ahmadinedjad selbst hatte in einem «Spiegel-Interview offen gelassen, ob er nach Deutschland kommt.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes bestätigte am Samstag auf AP-Anfrage lediglich, dass derzeit ein Visumantrag des iranischen Vizepräsidenten und Sportbeauftragten Mohammed Aliabadi vorliege. Der Antrag werde geprüft, fügte die Sprecherin hinzu. Ahmadinedjad braucht nach früheren Angaben des Amtes als Staatschef theoretisch kein Visum.