Vereinigung der Iranischen(Konstitutionalisten) Monarchisten

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(Di be Mehr))( Doi.)15.Tir 2565 ,6 Juli 2006

 

 

EU drängt den Iran zu einer Entscheidung

Chefunterhändler Laridschani und der EU-Außenbeauftragte Solana beraten über das Atomprogramm der Islamischen Republik

Irans Atom-Unterhändler Laridschani

 

Irans Atom-Unterhändler Laridschani
Foto: dpa

 

Brüssel - Der iranische Chefunterhändler Ali Laridschani und der EU-Außenbeauftragte Javier Solana werden heute zu einem mit Spannung erwarteten Gespräch über das Atomprogramm der Islamischen Republik zusammenkommen. Der Iran hatte das ursprünglich für Mittwoch geplante Treffen überraschend um einen Tag verschoben. Die EU wartet auf eine Antwort auf ein Angebotspaket der internationalen Gemeinschaft, mit dem der Iran zur Aussetzung seiner Urananreicherung bewegt werden soll. Das Paket sieht sowohl wirtschaftliche Anreize als auch Drohungen vor.

Die Abnsage des gestrigen Gesprächs hatte Laridschani damit begründet, daß eine iranische Oppositionspolitikerin am gleichen Tag im Gebäude des Europaparlaments in Straßburg ein Pressekonferenz geben durfte. EU-Diplomaten sprachen hingegen von einem Versuch des Irans, Zeit
zu gewinnen.

Von dem Gespräch mit Laridschani erwartet die EU eine
erste Reaktion auf Vorschläge des Westens, den Atomkonflikt zu entschärfen. Die knapp vier Wochen alten Vorschläge der EU und der USA, die von Rußland und China unterstützt werden, sehen im Gegenzug zu Irans Aussetzung der Urananreicherung eine umfangreiche wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit auch auf nuklearem Gebiet vor.

Bei dem Gespräch wird Solana voraussichtlich darauf hinweisen, daß die Zeit für eine Antwort des Iran auf die Offerte der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands ablaufe. Diplomaten erwarten, daß sich der UN-Sicherheitsrat des Falls annehmen wird, falls der Iran bis zu einem Treffen der führenden Industrienationen und Rußlands in der kommenden Woche nicht reagiert.

Teheran hat angekündigt, bis zum 22. August auf das Angebotspaket zu antworten. Der Iran steht im Verdacht, heimlich an Atombomben zu bauen. Die Regierung in Teheran wies dies wiederholt zurück und betont statt dessen, ihr Nuklearprogramm diene lediglich friedlichen Zwecken wie der Energiegewinnung.