Vereinigung der Iranischen(Konstitutionalisten) Monarchisten
www.setad.org 06998448501 0043
(Di be Mehr))( Doi.)15.Tir 2565 ,6 Juli 2006
EU drängt den Iran zu einer Entscheidung
Chefunterhändler Laridschani und der EU-Außenbeauftragte Solana beraten über das Atomprogramm der Islamischen Republik
|
|
|
|
Irans Atom-Unterhändler Laridschani |
|
Brüssel - Der iranische Chefunterhändler Ali Laridschani und der EU-Außenbeauftragte Javier Solana werden heute zu einem mit Spannung erwarteten Gespräch über das Atomprogramm der Islamischen Republik zusammenkommen. Der Iran hatte das ursprünglich für Mittwoch geplante Treffen überraschend um einen Tag verschoben. Die EU wartet auf eine Antwort auf ein Angebotspaket der internationalen Gemeinschaft, mit dem der Iran zur Aussetzung seiner Urananreicherung bewegt werden soll. Das Paket sieht sowohl wirtschaftliche Anreize als auch Drohungen vor.
Die Abnsage des gestrigen Gesprächs hatte
Laridschani damit begründet, daß eine iranische Oppositionspolitikerin am
gleichen Tag im Gebäude des Europaparlaments in Straßburg ein Pressekonferenz
geben durfte. EU-Diplomaten sprachen hingegen von einem Versuch des Irans, Zeit
zu gewinnen.![]()
Von dem Gespräch mit Laridschani erwartet die
EU eine
erste Reaktion auf Vorschläge des Westens, den Atomkonflikt zu entschärfen. Die
knapp vier Wochen alten Vorschläge der EU und der USA, die von Rußland und China
unterstützt werden, sehen im Gegenzug zu Irans Aussetzung der Urananreicherung
eine umfangreiche wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit auch auf
nuklearem Gebiet vor.
Bei dem Gespräch wird Solana voraussichtlich darauf hinweisen, daß die Zeit für
eine Antwort des Iran auf die Offerte der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands
ablaufe. Diplomaten erwarten, daß sich der UN-Sicherheitsrat des Falls annehmen
wird, falls der Iran bis zu einem Treffen der führenden Industrienationen und
Rußlands in der kommenden Woche nicht reagiert.
Teheran hat angekündigt, bis zum 22. August auf das Angebotspaket zu antworten. Der Iran steht im Verdacht, heimlich an Atombomben zu bauen. Die Regierung in Teheran wies dies wiederholt zurück und betont statt dessen, ihr Nuklearprogramm diene lediglich friedlichen Zwecken wie der Energiegewinnung.