Vereinigung der Iranischen(Konstitutionalisten) Monarchisten

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( Surusch)(Di.)17the Mehr mah 2565 ,10th Oktober 2006

 

 

Todesstrafe:

20.000 warten auf Hinrichtung

Internationaler Tag gegen Todesstrafe. Mit einer Reihe von Aktionen wird heute für die Abschaffung der Todesstrafe gekämpft.

 

 

Zwei iranische Jugendliche vor der Hinrichtung. Die Anklage lautete auf Vergewaltigung eines 13-Jährigen. Vermutlich war aber ihre Homosexualität ausschlaggebend. | (c) AP

 

Zwei iranische Jugendliche vor der Hinrichtung. Die Anklage lautete auf Vergewaltigung eines 13-Jährigen.

Peking/Washington/Wien. Erschossen, gehängt, geköpft, gesteinigt, vergiftet oder mit Stromschlägen getötet. Mindestens 2148 Menschen wurden im Vorjahr weltweit hingerichtet, mehr als 20.000 warten in Todeszellen auf die Vollstreckung des Urteils. Wie schon in den vorangegangenen Jahren sind vier Länder für die meisten Hinrichtungen verantwortlich: China, Iran, Saudiarabien und die USA. Unverhältnismäßig oft trifft die Todesstrafe Arme oder Angehörige von Minderheiten. Bestimmte Formen der Hinrichtung, etwa Steinigung, werden vor allem an Frauen angewandt (Iran, Nigeria, Jemen).

Zum vierten Mal wird heuer am 10. Oktober mit einer Reihe von Veranstaltungen weltweit der "Internationale Tag gegen die Todesstrafe" begangen, den die "World Coalition against the Death Penalty" (WCADP) 2003 ins Leben rief. Unter anderem soll auch verstärkt auf den Fall Mumia Abu-Jamal aufmerksam gemacht werden, in dem es im Frühjahr zu einer neuen Entscheidung kommen könnte. Der Radiojournalist sitzt seit mehr als 24 Jahren in Pennsylvania in der Todeszelle. Er war 1981 in eine Amtshandlung der Polizei gegen seinen Bruder geraten; Mumia und ein Polizist wurden angeschossen. Der Polizist starb, Mumia wurde für seinen Tod verantwortlich gemacht.

Der Kampf der diversen Organisationen gegen die Todesstrafe trägt Früchte. Tatsächlich setzt sich laut "amnesty international" der Trend zu deren Abschaffung fort. 2005 setzten Mexiko und Liberia diesen Schritt, 2006 folgten die Philippinen; Kirgisistan hat sein Moratorium erneut verlängert, die USA schafften die Todesstrafe für Minderjährige ab. Die Zahl der Staaten, welche die Todesstrafe noch anwenden, hat sich in den letzten 20 Jahren halbiert.

"Führend" bei der Todesstrafe bleibt China, wo im Vorjahr mehr Menschen hingerichtet wurden als in allen übrigen Staaten der Welt, wobei die wahre Zahl möglicherweise viel höher liegt, da Peking keine vollständigen Statistiken veröffentlicht. Den Bürgern droht die Todesstrafe für zahlreiche, auch gewaltlose Delikte wie Steuerbetrug oder Unterschlagung.

Nicht nur das Ob, auch das Wie ist ein Thema der Kampagnen gegen die Todesstrafe. Sie pochen darauf, dass bei der Vollstreckung zumindest das Folterverbot respektiert wird - was etwa bei der Steinigung nicht der Fall ist. In den USA äußern Rechtsanwälte und Menschenrechtsorganisationen Zweifel an der "Humanität" der Hinrichtung mittels Giftspritze, der in den Vereinigten Staaten häufigsten Methode. Missouri hat zuletzt alle Hinrichtungen ausgesetzt, weil offenbar zu wenig Anästhetika verabreicht wurden und zahlreiche Probleme auftraten.