Vereinigung der Iranischen(Konstitutionalisten) Monarchisten

www.setad.org   06998448501  0043

Khir( Khoor)( Do.)11 Ordibehscht 2565 ,1 Mai 2006

 

 

Iran warnt Sicherheitsrat vor «radikalen Aktionen»

 

Reaktion auf Druck im Atomstreit

Sollte der Uno-Sicherheitsrat im Atomstreit Sanktionen gegen Iran beschliessen, so könnte dies Folgen für den Ölpreis haben. Dies sagte ein Sprecher des iranischen Aussenministeriums am Sonntag. Die internationale Atomenergiebehörde IAEA hat am Freitag festgestellt, dass Iran deren Vorgaben nicht erfüllt hatte. Die Iraner schlugen am Samstag vor, den Fall wieder durch die IAEA statt durch den Sicherheitsrat behandeln zu lassen.

 

 

Iraner demonstrieren vor dem Sitz des Sicherheitsrates in New York.

 

 

(ap) Die iranische Regierung will im Atomstreit mit der internationalen Gemeinschaft weder Druck noch Drohungen nachgeben und hat im Falle einer verschärften Krise einen drastisch höheren Ölpreis angedroht. Nachdem die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) festgestellt hat, dass Iran bis Freitag eine Frist für den Stopp von Urananreicherungen verstreichen liess, könnte der Weltsicherheitsrat Strafmassnahmen beschließen.

Dialog, aber keine Verhandlungen

Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid Resa Assefi, sagte am Sonntag, Teheran wolle den Streit im Dialog lösen. «Aber Iran wird keine Verhandlungen führen und wird nicht unter Druck und Drohungen kapitulieren», erklärte er. Sollte der Sicherheitsrat «radikale Aktionen» - Sanktionen - beschließen, werde Iran entsprechend reagieren.

Der stellvertretende iranische Ölminister Nejad Hosseinjan sagte bei einem Besuch in Pakistan, wegen der Konsequenzen für den Ölpreis rechne er nicht mit Uno-Sanktionen gegen sein Land. «Ich glaube nicht, dass irgendjemand die Öl- und Gasindustrie mit Sanktionen belegen will», sagte er. «Jede derartige Aktion wird den Ölpreis sehr stark verteuern.»

Amerikaner lehnen neuen Vorschlag ab

Die iranischen Reaktionen am Sonntag erfolgten nach der amerikanischen Zurückweisung des Teheraner Vorschlags, den Fall wieder durch die IAEA statt durch den Sicherheitsrat behandeln zu lassen. Dann würden wieder Uno-Inspektoren ins Land gelassen, stellte Iran in Aussicht.

Der Golfstaat hatte die internationalen Kontrollen im Februar untersagt, Grund war die Einschaltung des Weltsicherheitsrats in den Konflikt. Die USA nannten den jüngsten Vorschlag unzureichend. Teheran müsse sein gesamtes Atomprogramm aufgeben, forderte ein Sprecher des Weissen Hauses, Blaine Rethmaier.

Nächstes Treffen am 9. Mai

Die Außenminister der fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschlands treffen sich am 9. Mai in New York, um über den nächsten Schritt in der Auseinandersetzung zu beraten. Russland forderte Iran am Samstag abermals auf, die Urananreicherung zu stoppen, blieb aber bei seiner Ablehnung von Sanktionen. China als zweite Vetomacht lehnt ebenfalls Strafmassnahmen gegen Teheran ab.