Vereinigung der Iranischen(Konstitutionalisten) Monarchisten
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(mah)( Di.)12 Ordibehscht 2565 ,2 Mai 2006
Rice: Iran treibt Spielchen
Ton im Atomstreit verschärft sich weiter / Teheran droht mit höherem Ölpreis
Washington/Teheran - Im Streit um das iranische Atomprogramm wird der Ton
zwischen Iran und den USA schärfer. Nachdem Teheran die vom UN-Sicherheitsrat
gesetzte Frist zum Stopp der Urananreicherung verstreichen ließ, warf
US-Außenministerin Condoleezza Rice den iranischen Machthabern vor, mit der
internationalen Gemeinschaft „Spielchen“ zu treiben. Vor der ehemaligen
US-Botschaft in Teheran demonstrierten am Montag rund 2000 Arbeiter für das
Recht Irans auf ein eigenes Atomprogramm.
Rice reagierte mit ihren Äußerungen unter anderem auf iranische Vorschläge,
strenge UN-Inspektionen seiner Atomanlagen zuzulassen, wenn der Streit über das
Nuklearprogramm vom UN–Sicherheitsrat an die Internationale Atomenergiebehörde
zurücküberwiesen werde. Die US-Außenministerin sagte im Fernsehsender ABC, in
dem Atomstreit stehe auch die Glaubwürdigkeit der internationalen
Staatengemeinschaft auf dem Prüfstand. „Wir haben die Wahl“, erklärte sie.
Entweder meine man, was man sage, und der Iran müsse sich fügen, oder man
erlaube ihm, die Weltgemeinschaft weiter herauszufordern.
Der
iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte, Teheran werde keine
Verhandlungen über etwas führen, das ihm zustehe. Der Atomwaffensperrvertrag
lasse die Urananreicherung für den Einsatz in Reaktoren für die zivile
Stromerzeugung zu. Man lasse sich auch nicht drohen. Der Chefunterhändler für
das Atomprogramm, Ali Laridschani, sagte: „Wir sind allergisch gegen die
Aussetzung (der Urananreicherung).“ Angst vor einer militärischen
Auseinandersetzung habe man nicht: „Wenn sie uns Leid zufügen, werden wir ihnen
Leid zufügen. Wir meinen das ernst.“ Der Sprecher des iranischen
Außenministeriums, Hamid Resa Assefi, versicherte, Teheran wolle den Streit im
Dialog lösen. Sollte der Sicherheitsrat „radikale Aktionen“ beschließen, werde
Iran entsprechend reagieren.
Der stellvertretende iranische Ölminister Nedschad Hosseinjan sagte bei einem
Besuch in Pakistan, wegen der Konsequenzen für den Ölpreis rechne er nicht mit
UN-Sanktionen. „Ich glaube nicht, dass irgendjemand die Öl- und Gasindustrie mit
Sanktionen belegen will“, erklärte er. „Jede derartige Aktion wird den Ölpreis
sehr stark verteuern.“ Die iranische Regierung stellte umgerechnet 193,4
Milliarden Euro für die Fertigstellung des ersten Atomkraftwerks in Buschehr
bereit, wie Regierungssprecher Gholam Hossein Elham mitteilte. Teheran erwartet,
dass das mit russischer Hilfe gebaute Kraftwerk noch 2006 in Betrieb gehen wird.
Die Außenminister der fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder USA, Russland,
China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschlands treffen sich am 9. Mai
in New York, um über den nächsten Schritt in der Auseinandersetzung zu beraten.
Russland, dass wieder einen Stopp des Atomprogramms forderte, und China lehnen
Sanktionen ab.